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Urban Collection Vol. 1
Wieder eine dieser Serien, die total protzig mit Vol. 1 anfangen und wahrscheinlich nur eine Folge haben werde. Ich mach mich vielleicht mal aus Langeweile bei und such die ganzen Vol. 1 Dinger raus und mache Fortsetzungen.
Schwall ins All, fange ich mal an: Durch das N95 und meine Pendelei von Bremerhaven über Bremen nach Hamburg habe ich oft schöne oder nette Sachen gesehen, die ich kurz fotografierte und nun endlich blogge!
Das stille Paradenland
Jeden Morgen fahre ich an der alten Paradenstreckes des G-Moves lang und schwelge leicht melancholisch in Erinnerungen. Gerade in Zeiten, in denen eine Banane aus der Love Parade so etwas wie einen hässlichen Phönix macht.
Interesse halber wollte ich wissen, wie es um die einst begehrten Paraden steht. Das Ergebnis ist erschreckend.
Der G-Move, welcher seit geraumer Zeit in Kiel stattfindet, sollte erst an den Stadtrand gedrängt werden, später wurde die Parade ganz abgesagt, da zu viele Bauvorhaben in der Stadt der Parade keine Möglichkeiten gab statt zu finden.
Ähnlich sieht es mit der Reincarnation Parade in Hannover aus. Zu wenig Geld und eine Stadt, die sich mehr Sorgen um Müll und Sani-Einsätze macht, brechen der Parade das Genick und lässt sie zum zweiten Mal nicht stattfinden.
Die Vision Parade in Bremen war eh schon immer eine Totgeburt. Von Firmeninsolvenzen und Gerichtsverfahren begleitet, wurde die Parade letztmalig 2006 durchgeführt. Ob sich die Banane auch derer annimmt, wohl unwahrscheinlich.
Die Love Parade, und ihre coolere Schwester, die Street Parade in Zürich bleiben die einzigen Exemplare ihrer Zunft. Zwar ist für mich der Paraden-Drops schon längst gelutscht, allerdings mochte ich das drum herum immer. So fand ich den Wegzug der LP aus Berlin bedauerlich und auch die schon vor langer Zeit stattfindende Kommerzialisierung war furchtbar.
Resümee: Das Phänomen Techno ist genauso langweilig wie Rock’n'Roll geworden. Die erste Euphorie wich der Normalisierung. Ein Raver auf einem Wagen ist eher ein Bild für die Bild als für das Stadtbild. So kümmern sich Städte und Werber lieber um neue wohlwollende Anliegen und in Folge dessen findet Techno wieder in den Clubs statt, nicht auf der Straße. Was an sich auch gut ist!





der letzte Senf