Alltag · 9. Februar 2009

Boah, damals…

Ich bin gerade endlich dabei meinen Schreibtisch und das drum herum in der neuen Wohnung einzurichten. Durch eine schwer anhaltende und in Teilen auch komplizierte Renovierung war es bisher unmöglich – vor allem sollte der letztwöchige Event erstmal überwunden werden – irgendwas anfangen zu können…

Nun denn, ich ging gerade meine Flyersammlung, die zwar nicht beachtlich, aber auch nicht mager ist, durch, und fand einen Flyer, der mit so viel Anekdoten gepflastert ist wie kein anderer!

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Zum einen hatte ich damals noch meinen ersten DJ-Namen. Naja, der wirklich erste war es nicht, aber der erste mit dem ich je aufgetreten bin. Alle anderen zuvor waren tatsächlich noch ne Spur bananiger, wobei manche dem Namen Simon Shore echt was abgewinnen konnten. Ich frage mich nur inzwischen noch: Warum?

Anyway, damals hatte ich gerade eine Phase, in der ich meinte keinen Alkohol mehr zu trinken. Als Irgendwie-House-DJ nicht auf dem Gig saufen ist eigentlich wie eine Strafe. Ich zog es durch und wurde von mir mit Hass auf mich selbst bestraft.
Wenn man dann bedenkt, dass ich mich damals noch mehr mit House identifizierte und so der Gig im Bremerhavener Kühlhouse was cooles hatte, vor allem durch den von mir geleisteten Support für Kolja, der bis zu einer gewissen Zeit (innerhalb der Rosigen Zeiten) eine sehr coole Sau im House-Bizz war… Unbelievable!

Nun denn, der Abend nahm seinen Lauf. Der erste Event unter dem Namen “Royal House Club” ging im Kühlhouse los und ich habe mit ewig alten, aber endgeilen Housetracks das Warm up begonnen. Bis dahin war alles OK, was verlangt man auch um 22 Uhr?
Irgendwann später, der Laden war nicht sehr voll, fing Kolja an und rotze eines seiner damaligen und ich glaube noch immer praktizierten Standardsets hin, kaum Innovation, eher Mainstream und trotzdem keine Publikumsbegeisterung… Ich stand Nichtsfühlend in der Ecke und hatte Durst auf Bier. Eins am Abend hatte ich mir derzeit immer gegönnt, dass war zu der Zeit schon gefühlte 8 Stunden her, fuck!

CIrca gegen 3 fragte Kolja, ob ich weiter machen will. Ich fing an und hagelte mich langsam in ein chicagolastiges Set mit vollem Bass und wenig Vocals. Kein Stunde später sollte der Abend in die Geschichte meiner DJ-Laufbahn gehen, als der an dem ich erstmalig einen Laden leer spielte und dafür auch noch Gage kassierte. Irgendwie frech, aber auch egal. Ich meine, dass keine 30 Leute den Abend da waren, ich hätte eh alles falsch gemacht!