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Shorr also known as unholy SimonShore has made some crappy mixset called “Sounds like ISDN”

Das DJs merkwürdige Vögel sind ist im besten Fall nichts Neues, im schlimmsten Fall ein Fluch aufgrund unterschiedlicher Interpretationen (DJ Klaus versus Sven Väth…). So sind sie, wie auch ich, sehr eigen bei so manchen Vorhaben. Da soll ein Mixset aufgenommen werden, mit einem Schwung alter Scheiben, um zum einen, wieder mal “nur” mit Platten aufzulegen und zum anderen, um auch mal wieder den alten Shit zu ehren, der einem ja so oft die Sonne aus dem Arsch schienen ließ.

Ich wollte mit dem Wort-Konglomerat “Sounds like ISDN” ein Set aufnehmen, dass überwiegend aus alten Chicago House Platten besteht, mehr eigentlich nicht…

Nun war das Problem, dass mein Rechner immer noch nicht wieder da ist und ich auf dem Ersatzrechner nicht so viel verstellen wollte. Daher hatte ich nur Audacity als Aufnahmetool installiert. Ein weiteres Problem war eventuell der Mixer, den ich zum erstellen einer Review für DNMK gerade probeweise nutze, ein Behringer DDM400.

In der Summe kam irgendwas raus, dass das Set so klingen ließ wie es klingt. Wie eine verbratzte Kopie der 324. Kopie des selben Tapes, richtig scheiße!
Ich habe herzlich gelacht, als ich in das Set rein hörte, denn es ist Klasse, technisch recht gut, die Platten akzeptabel, die Reihenfolge/Dramaturgie ganz cool. Nur muss das Arschloch von Murphy gerade jetzt meinen, dass mein Set so crappy klingen muss, wenn ich mal einen guten Tag habe und ein nettes Set zimmere.

Im Resümee habe ich jetzt ein Stück Nostalgie erschaffen. Schließt die Augen, hört das Set und denkt an das Ende der 90er Jahre. House schwappt wie eine Welle durch die Welt und der Sound macht dutzende von Leuten verrückt. Das Internet ist noch nicht so schnell wie heute und die Musik, die man so um Himmels Willen haben muss klingt so wie dieses Set. Ja, dass ist Kunst!*

*Ehrlich, ich ärgere mich wie Sau über die Quali, lache mich aber auch über den pseudosinnbehafteten Schrott kaputt…

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Boah, damals…

Ich bin gerade endlich dabei meinen Schreibtisch und das drum herum in der neuen Wohnung einzurichten. Durch eine schwer anhaltende und in Teilen auch komplizierte Renovierung war es bisher unmöglich – vor allem sollte der letztwöchige Event erstmal überwunden werden – irgendwas anfangen zu können…

Nun denn, ich ging gerade meine Flyersammlung, die zwar nicht beachtlich, aber auch nicht mager ist, durch, und fand einen Flyer, der mit so viel Anekdoten gepflastert ist wie kein anderer!

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Zum einen hatte ich damals noch meinen ersten DJ-Namen. Naja, der wirklich erste war es nicht, aber der erste mit dem ich je aufgetreten bin. Alle anderen zuvor waren tatsächlich noch ne Spur bananiger, wobei manche dem Namen Simon Shore echt was abgewinnen konnten. Ich frage mich nur inzwischen noch: Warum?

Anyway, damals hatte ich gerade eine Phase, in der ich meinte keinen Alkohol mehr zu trinken. Als Irgendwie-House-DJ nicht auf dem Gig saufen ist eigentlich wie eine Strafe. Ich zog es durch und wurde von mir mit Hass auf mich selbst bestraft.
Wenn man dann bedenkt, dass ich mich damals noch mehr mit House identifizierte und so der Gig im Bremerhavener Kühlhouse was cooles hatte, vor allem durch den von mir geleisteten Support für Kolja, der bis zu einer gewissen Zeit (innerhalb der Rosigen Zeiten) eine sehr coole Sau im House-Bizz war… Unbelievable!

Nun denn, der Abend nahm seinen Lauf. Der erste Event unter dem Namen “Royal House Club” ging im Kühlhouse los und ich habe mit ewig alten, aber endgeilen Housetracks das Warm up begonnen. Bis dahin war alles OK, was verlangt man auch um 22 Uhr?
Irgendwann später, der Laden war nicht sehr voll, fing Kolja an und rotze eines seiner damaligen und ich glaube noch immer praktizierten Standardsets hin, kaum Innovation, eher Mainstream und trotzdem keine Publikumsbegeisterung… Ich stand Nichtsfühlend in der Ecke und hatte Durst auf Bier. Eins am Abend hatte ich mir derzeit immer gegönnt, dass war zu der Zeit schon gefühlte 8 Stunden her, fuck!

CIrca gegen 3 fragte Kolja, ob ich weiter machen will. Ich fing an und hagelte mich langsam in ein chicagolastiges Set mit vollem Bass und wenig Vocals. Kein Stunde später sollte der Abend in die Geschichte meiner DJ-Laufbahn gehen, als der an dem ich erstmalig einen Laden leer spielte und dafür auch noch Gage kassierte. Irgendwie frech, aber auch egal. Ich meine, dass keine 30 Leute den Abend da waren, ich hätte eh alles falsch gemacht!

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