Alltag · 18. Juli 2010

Das mit den Wohnungen in Hamburg

Ich glaube, ich bin da einfach nicht der richtige Ansprechpartner, wenn es um Wohnungssuche in Hamburg geht. Wenn ich da an meine Zeit in Bremerhaven denke, da gab es circa 5000 leer stehende Wohnungen und einen Wohnungsmarkt weites gehend ohne Makler. Außerdem waren die Preise so im Keller, dass man für wenig Geld gute Wohnungen bekam.

Kein Geheimnis ist es, dass man in Großstädten, gerade in dicht besiedelten wie Hamburg, da schon ein anderes Kaliber erfahren muss… Circa 4000 Wohnungen werden wohl in nächster Zeit gebraucht, gebaut werden überwiegend Büros, die dann, wie in der Hafencity gerne mal leer stehen. Der Wohnungsmarkt ist hart umkämpft und Besichtigungen finden selten mit nur einem Mitbewerber statt. Nein, es ist eher die Ausnahme, gerne trifft man sich mit 10 bis 30 weiteren Interessenten, um sich eine schrottige, aber bezahlbare Wohnung anzugucken.

Richtig gut ist es dann, wenn man wie ich vor zwei Jahren gar keine Checkung hat und einfach mal eineWohnung für 12 Euro pro Quadratmeter anmietet. Das ist in etwa der 2,5fache Preis im Vergleich zu Bremerhaven. Nur das die Gegend noch ghettohafter ist. Die ganzen Touris und Spacken, die gleich in die Schanze oder St. Pauli ziehen wollen, sind mir ja ein Rätsel, denn Leben kann man hier nur, wenn man strunzendoof oder sturzbesoffen ist. Am besten beides…

Egal, nächste Woche geht es ins genaue Gegenteil. Von der eher schlecht isolierten Wohnung (600 Euro Gas-Nachzahlung) in den frischen Neubau. Die Vorteile der neuen Wohnung lassen sich nicht an zwei Händen abzählen und was dann, nach zwei Jahren Schanze und einem eher fragwürdigen Einstieg in die Hamburger Wohnlandschaft bleibt, ist der Lerneffekt, immerhin!

Nun kann ich abgehoben auf die Neustädter glotzen, die sich den Arsch für Bruchbuden in der Schanze wund zahlen und dabei auch noch affektiert vor Geilheit strotzen. Den Tölpeln sollte man das Taschengeld kürzen…