Alltag · 24. August 2011

Transferleistung

Oft verstehe ich einige Menschen nicht! Nicht, dass ich perfekt wäre, oder gar beim ersten Mal unbedingt gleich etwas richtig mache, eher das Gegenteil. Aber der Prozess, nach dem ersten, zweiten und vielleicht dritten Versuch das Gelernte zu verinnerlichen und als Wissen zu benutzen reizt mich seit jeher.

Tragisch wird es, wenn man das bei anderen nicht erkennt und man wieder und wieder und wieder von vorne anfängt und es beim Gegenüber scheinbar kein Bestreben gibt, sich selbst in die Angelegenheit reinzudrehen.

Das Schlaueste, was ich im Abi mit bekam, war, dass man uns 75% beibringt, die restlichen 25% Prozent durch Transferleistung selbst hergeleitet werden muss. Nachvollziehbar, gerade für so einen Stumpen wie mich, der sich einiges autodidaktisch beigebracht hat.  Das habe ich zu einem großen Teil auch mit ins Berufsleben genommen und weigere mich auch nicht wirklich, mir auch doch noch mal was sagen zu lassen, oder mir das fehlende Puzzleteil selbst ergoogele.

Obwohl, als ich mir meinen Mini holte, war ich mehr als der Ochs vorm Berg und rief meinen Schrauber an, um ihn die dümmsten Fragen zu stellen. Inzwischen lasse ich ihn aber eher in Ruhe und wenn Google und mein “Jetzt helfe ich mir selbst” Buch nicht weiter helfen, kann ich mit dem Halbwissen wenigstens etwas besser erklären, was ich von ihm möchte und fühle mich dabei auch noch wichtig

“Roooar, schaue mich an, ich habe etwas über’s Schrauben gelernt, ich bin ein Mann!”