Musik · 9. November 2009

10 Jahre SimonShore

Seit nun ungefähr 13 Jahren lege ich auf! Klingt spektakulär, war es vielleicht auch 2-5 Jahre innerhalb der vergangenen 13 Jahre. Wenn ich es nun resümiere, und mich dabei an so glorreiche Artistnamen wie Anelpee oder Serious erinnere (Dimi nannte sich zwischenzeitlich Mphetamine, um die Peinlichkeiten etwas zu teilen!), denke ich oft auch an die guten Momente, in denen ich durchschwitzt und entkräftet aus den Clubs kroch und dabei noch nicht mal unbedingt selbst auflegen musste.

Gerade gab es auf Facebook eine Art F-Haus Gedächtnisgruppe, in die ich eingeladen wurde, und in der u.a. ein Video von ’98 hochgeladen wurde in welchem Robert de la Gauthier an einer 303 rumschraubte und irgendwas von BBE oder so da rein gescratcht wurde. Von heute aus betrachtet nicht so der Brüller, die Stimmung in dem Video bzw. dem wirklich sehr vollen Tivoli ist aber grandios, und genau das sind auch die Momente, die nie vergessen werden, wie Tränen im Regen. Um nun auch die 5 Euro in die schlechte Ravephrasenkasse zahlen zu können, denn das Zitat stammt aus Blade Runner und wurde von Hell irgendwann adaptiert (wenn ich mich nicht irre).

Nun denn, vor gut 10 Jahren kam Simon Shore auf die Welt, ein mittelmäßiger Trance-DJ, der seinen Namen durch Moki bekam, welcher einen Film von eben diesem Simon Shore (der später simonshore.com für 300€ bei mir kaufte, im Verlauf der Verhandlungen habe ich übrigens mit dem Master-Requisiteur von “Der Untergang” telefoniert) sah und dachte, dass das gut zu mir passte. Mir war das irgendwie Lachs und fand das zu der Zeit ganz nett. Das es in dem Film “Get Real” um das Coming Out eines Typen ging, wurde mir erst Jahre später klar…

Meine eher mittelmäßige Karriere hatte einige Höhenflüge. Neben ein paar Gigs mit etwas namenhafteren Typen kam ich relativ gut in Norddeutschland rum und habe eigentlich in all den wichtigen Clubs gespielt. Wobei das eine Zeit lang auch keine Kunst war, siehe irgendwelche Timo-Schleimbolzen.
Aber bei Timo und auch mir bzw. uns, Team Dynamique, war Vitamin B immer ein großer Pusher, ohne den wir nirgends aufgelegt hätten. So kommen mir einige Typen wie Björn, Ralle oder Sven in den Kopf, die uns Gigs, Residencies und andere, unterhaltende Momente verschafften.

In 2009 lege ich gerade mal in Bremerhaven auf, und auch nur dann, wenn Dimi einen oder keinen guten Tag hat (dramatisiert), ich bemühe mich auch aufgrund von Zeitmangel praktisch null darum. Was auch nicht schlimm ist, nur etwas schade, denn es geht nichts über die Frontansicht von ein paar dutzend oder hundert Leuten, die verschwitzt und ekstatisch auf den von dir gespielten Shit abgehen. Jeder Schrei eines druffen Ravers gibt einen Schub und jede weitere Platte bringt einen druffen Schrei, einzigartige Momente! :)

Genug in Erinnerungen geschwelgt, SimonShore ist tot und Livic sollte sowas wie mein Austob-Ego werden, wäre nur nicht der Scheiß mit der Zeit. Alle Jubeljahre komme ich mal zum Aufnehmen eines Sets und das gewollte ist so fern wie… keine Ahnung.

Letztes Wochenende kam ich nun zur Rekapitulierung des vergangenen Hochschulsets. Warum ich das tat, weil ich erstaunt war, mit was für Zeug ich im Warmup die Leute zum Tanzen brachte. Klar, was man kann, kann man, aber in Bremerhaven gelten bezüglich Sound eigentlich eigene Gesetze und so muss es in der Regel “For You” heißen, um als House akzeptiert zu werden (Ihr Spacken!).

Genug geschwaffelt…

Evil Ninja Livic – Hookin’ up by Evil Ninja Livic


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1 x Senf auf “10 Jahre SimonShore”

  1. 1

    Olli

    Eigentlich erstaunlich, dass ich selbst mit dem ganzen digitalen Quatsch im Nacken im Set solche Patzer gesetzt habe… Bin anscheinend doch aus der Übung! :)

    11. November 2009 um 15:39

Schön Senf auffe Wurst!

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