Ich liebe das Netz!

bd Ich sehe gerade Hart aber fair, wo der Berger de Leon auseinander genommen wird, weil seine Plattform (StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ) für manche ein Pool von unfähigen Jugendlichen ist, die nichts anderes zu tun haben, als Bilder von Partys hochzuladen, auf denen die Protagonisten besoffen ihr Leben versauen, weil die Bilder ja von jedem gesehen werden und unlöschbar sind…

Bullshit-Bingo!

Was auf den VZs oder in anderen Social Networks passiert ist ja nun jedem selbst überlassen. Wenn sich derjenige dort nun so wohlfühlt, das er die Bilder vom letzten Wochenende hoch lädt, dann hat er halt Pech, wenn er vor seinem vermeintlich nächstem Chef steht und dieser ihm das Bild zeigt.

Anders herum kann man eine gewisse Medienkompetenz erreichen, in dem man vielleicht erst in einem VZ rumdümpelt, sich anders orientiert und die Vor- und Nachteile der öffentlichen Zurschaustellung seiner Selbst erfährt. Das passiert nur durch Probieren und wie im Leben sonst auch durch Fehler machen und verstehen.

Ich habe zwar kein VZ-Profil mehr, aber was hier zB im Blog steht könnte mir, laut der Sendung, zum Verhängnis werden. Da wurde ein 17jähriger vorgeführt, dessen Daten innerhalb von einem Tag gefiltert und ihm vorgehalten wurden. Im Umkehrschluss setzt das deutsche Recht aber bei kommerziellen Webseiten (die Definition ist sehr schwammig und wird schon bei der Verwendung von Google Ads genutzt) die Integration eines Impressums voraus und zwingt mich dazu die Hosen runter zu lassen.

Nun liefere ich hier meine Kontaktdaten, die mich natürlich schwächen. Allerdings sind diese Daten auch in einigen geschlossen Foren, denen man relativ leicht beitreten kann, oder bei eBay nach einer Transaktion vorhanden. Über eBay schimpft in dem Fall aber keiner, wenn dort nach einiger Zeit weit über 100 Leute sogar meine Bankverbindung haben…

In meinem Resümee sehe ich wieder zwei Generationen, die zu einem gewissen Teil nicht voneinander annehmen wollen. Eltern und einige “Pädagogen”, verstehen neben einem ganzen Schwarm alter Säcke das ganze Social Media Ding nicht und die eventuell, nötige Vorsicht wird so vermutlich nicht kommuniziert. Stattdessen lässt man die Kinder machen und im nachhinein ist das Geschreie in Talkshows etc. groß. Eines der Buzzwords ist da Cybermobbing oder Mobbing 2.0. Weitere Bullshit-Bingo Phrasen. Das man das Wort Cyber in Verbindung mit dem Netz noch benutzt, ist schon sowas von 80ies, wtf!

Die Vorteile der Netzwerke in Form von Kommunikation, Selbstfindung, Interessenverdichtung und in überwiegender Form die Pflege von sozialen Kontakten, die mal mehr mal weniger gut ausfallen (Stichwort Zombifreunde, Leute die man nicht gerade Per StudiVZ wiedertreffen möchte) werden dabei oft außer Acht gelassen und so interessiert es auch keinem das ich in nicht mal vier Wochen einen neuen Job per Xing gefunden habe und dafür bei weitem nicht so viel Mühe aufgebracht habe wie in der realen Welt durch Bewerbung schreiben etc.

P.S.: Besoffene dekorieren war schon lange vor StudiVZ das Ding! :)

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Poken, das Visitenviech

Brainpoken

“Ach du …, was hast du denn da jetzt an deinem Schlüsselbund?” Ein Brain-Poken! Die wohl unsinnigste aber auch praktischste Sache im Web 2.0 Zeitalter für Social Media Verrückte wie mich.

In diesem Poken ist ein RFID-Chip, dessen Signatur oder Seriennummer mit einem Profil auf doyoupoken.com verbunden ist. In diesem Profil kann man seine persönlichen Daten wie Adresse, Mail und Telefon hinterlegen. Was den Machern der Poken aber wichtiger ist, man kann all seine Social Media Accounts wie twitter, flickr, MySpace, Xing, Facebook etc pp in diesem Profil hinterlegen und hat dann im übertragenen Sinne all diese Daten immer mit dabei.

Nun kommt es auf Camps wie dem Remix, einem BarCamp oder ähnlichen dazu, dass man mit teilweise Fremden in Kontakt kommt und aufgrund des Gesprächs meint “Irgendwann noch mal was zu machen”, der nächstdenkbare Satz wäre “Hast du ein Poken”, wenn man ihn nicht eh sichtbar am Camp-Badge hat.

Durch das “High Four”, das aneinander halten der Pokenhände, tauscht man dann seine ID aus und Online kann man den Kontakt zu seinen Kontakten hinzufügen und ggf. auch als VCard exportieren, um es in sein Mailclient bzw. Handy einzupflegen. Darüber hinaus sieht man anhand von Symbolen in welchem Netzwerk derjenige ist und gelangt in den meisten Fällen durch einen Klick darauf auf die Profilseite desjenigen, um ihn dann als “Freund” hinzuzufügen.

Nie wieder Gedanken um das gebrochene Weiß der Visitenkarte machen!

Der Sinn oder Unsinn liegt wie immer in der Sicht des Betrachters. Zunächst wirkt das Aussehen etwas kindisch, wobei die verschiedenen Poken-Charaktere das ganze etwas auflockern. So wurde ich auf dem Remixcamp mit den Worten “Geil, ein Brainpoken” begrüßt. Die Brainies scheinen etwas seltener zu sein… Aber trotzdessen können diese kleinen Visitenviecher einen nützlichen Dienst vollziehen, wenn man denn auf jemanden trifft mit dem man seine Daten austauschen möchte.

Poken bleiben wohl vorerst ein Camp- bzw. Social Media Freak-Phänomen, obwohl durch kommende Businesspoken, die in der Gestaltung einfach nur dezenter sind, eventuell auch der CEO von XY mit so einem Ding rumrennt.

Mein Fazit: Nach anfänglichem zögern und Unverständnis bin ich durch das letzte Remixcamp und der regen “High Four”-Session am Samstag schon weitaus überzeugter!

www.get-a-poken.de

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Volker Pispers zu Zensursula

[via nerdcore]

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Was soll man dazu noch groß sagen?

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For an Olli 2009

PutPat ist das Mtv ohne dumme Bratzenmoderatoren, ohne Klingeltonwerbung, ohne alles außer Musik und das auf dem PC. Der von mir so angeschwärmte last.fm/Pandora Clone in Videoform ist eine von mir gern genutzte App, aber heute hatte die Engine zum einen einen halben Bildungsauftrag, mit welchem mir Indiemusik näher gebracht werden sollte und einen unnormal hohen Paul van Dyk Anteil. Zugegeben, meine ersten Jahre als Musiktreibender (ich mag die beiden Buchstaben nicht in den Mund nehmen, bei dem was sich schon seit einem Jahrzehnt so nennt…) habe ich intensiv mit dem Metier Trance rund um PvD und anderen “Trancern” verbracht, war halt damals in! :) Aber ich habe das PutPat nie erzählt!

Wie ich bereits in der PutPat-Vorstellung schrieb, gibt man einige seiner favorisierten Künstler an und PutPat bastelt daraus eine Playlist, ergänzt das durch eigene Vorschläge, die man denn gut- oder schlechtheißen kann.

Nun lief mir heute eines der verpilltesten Loveparade-Tracks aus der Mitte der Neunziger im 2009er Remix auf PutPat über den Weg. Dabei war die Version auf die wir damals schon abfeierten schon ein Rework der Urversion. In einem der ersten Alben PvDs (45 Rpm – Ja, ich hatte das Ding, echt!) gab es die eher maue erste Version von For an angel. Die Hook war damals schon fett, auch ein, zwei nette Parts gab es… Egal, um auf den Punkt zu kommen, die neue Version ist beschissen. Warum? Weil man das was in der von uns gefeierten Version zwar irgendwo bzw. irgendwann cool war, aber der Drops ist einfach gelutscht. Man brauch keine Erinnerung an die Erinnerung. Manche Tracks stehen für sich, bringen einem Bilder von wilden Love Parades in den Kopf und müssen, jenseits der 30 in den 90igern, nicht wieder aufgewärmt werden. Nur Muttis Erbsensuppe schmeckt aufgewärmt besser als am ersten Tag!

Der Originalremix, mit dem eher gaywohnungsbedürftigem Video. Davon gab es mal eine auf die Loveparade gemünzte Version, hatte etwas mehr.

Das neue Ding kann man natürlich nirgends finden bzw. einbinden, daher der Link zu Paules YouTube-Channel. Momentan ist es gleich das erste Video! Ich halbblindes Ding!

P.S.: Ich habe während des Schreibens die ganze Zeit alten Deutsch Hip-Hop gehört. Machte das ganze irgendwie schwerer, aber das Kopfwippen entspannte! ;)

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